Food Facts

Hier haben wir ein paar interessante Infos betreffend einiger unserer Zutaten zusammengestellt. Sie finden diese in den verschiedenen Speisen oder manchmal auch Getränken des jialu.

 

 

Udon-Nudeln / 饂飩

 

Udon sind die dicksten aller japanischen Nudeln und werden ausschliesslich aus Weizenmehl, Wasser und Salz hergestelt.

Die Zutaten werden zu einem sehr festen Teig geknetet, der sich mit der Hand nur sehr schwer bearbeiten lässt. Daher wird der Teig zwischen biegsame Bögen, die heute meist aus Kunststoff bestehen, gelegt und mit den Füßen so lange getreten, bis er elastisch genug ist, um ausgerollt zu werden. Danach werden sie mit einem speziellen Udon Messer geschnitten.

Udon können in allen möglichen Arten zubereitet werden, traditionell mit Brühe aber auch kalt oder warm ein Genuss.

Im jialu sinds sie aus dem Wok gebraten am beliebtesten. Aber auch in frischer Suppe mit Gemüsen und Krevetten sind sie ein Fest.

Kräuterseitling / Abalone Pilz / Bao Yu Gu / 鲍鱼菇

 

Gerade auch bei gesundheitsbewussten Pilzfans erfreut sich der Kräuterseitling zunehmender Beliebtheit. Der leckere Speisepilz ist nicht nur kalorienarm, sondern enthält auch viele wertvolle Inhaltsstoffe. Bemerkenswert ist zum Beispiel sein hoher Gehalt an Eiweiß und Mineralstoffen. Auch wird ihm nachgesagt, dass er das Immunsystem stärken kann.

Anwendungen sind ähnlich dem Shitake und sind in China sehr Vielfältig. Oft werden Pilze in Suppen gekocht da so die meisten Inhaltsstoffe gelöst werden.

Im jialu findet sich der Kräuterseitling saisonal in Suppen oder wokgebraten wieder.

 

Tofu / Dòufu / 豆腐
auch Bohnenquark oder veraltet Bohnenkäse genannt, ist ein ursprünglich chinesisches Nahrungsmittel, das zunehmend in der westlichen Welt gegessen wird. Tofu wird aus einem weißen Sojabohnenteig hergestellt, der bei der Koagulation (Gerinnung) von Sojamilch entsteht. Der Quark, der daraus hervorgeht, wird anschließend zu Blöcken gepresst. Dieses Verfahren ist der Käseherstellung aus Milch sehr ähnlich.

Wie hierzulande Käse gibt es auch Tofu in unzähligen Variationen, von Hart bis weich, getrocknet, geräuchert, quarkähnlich, ausgewallt wie Papier, mariniert, gefroren, mit Gewürzen vermischt und sogar fermentiert so dass er wie ein alter Käse stinkt.

Tofu selbst ist relativ geschmacksneutral und kann deshalb für fast jede Zubereitung verwendet werden. Bevorzugterweise wird er in China jedoch mit Fleisch zusammengekocht somit erhält er mehr Aroma. Deswegen ist Tofu in China keineswegs ein vegetarisches Gericht.

Im jialu gibt es eines unserer lieblings Tofugerichten. Mala Tofu: Seidentofu mit Hackfleisch und einer leicht fermentierten Chilisauce aus Sichuan.

 

Frühlingszwiebeln / Cong / 葱

 

Frühlingszwiebeln sind delikater als Lauch und weniger scharf im Geschmack als die Knollenzwiebeln, deshalb ist sie das bevorzugte Gemüse in China und vielen asiatischen Ländern.

Dünn geschnitten ist, ausser den Wurzeln, alles verwendbar. Kurzgebraten im Wok, als Suppeneinlage, Saucengewürz oder als Gemüse und Schnittlauchersatz. Man findet sie in fast jedem Rezept wie zB. den berühmten Teigtaschen oder auf gedämpftem Fisch. In China sollen sie schon vor 2000 Jahren angebaut worden sein.

Im jialu werden sie in verschiedensten Gerichten angewandt und während der warmen Jahreszeiten kommen sie in Bioqualität aus Hochdorf.

 


 


Fünf-Gewürze-Pulver / Wu Xian Fen / 五香粉

 

Der Legende nach wollten die Chinesen der Vergangenheit ein "Wunderpulver" kreiren welches die fünf Elemente zusammen bringt. Das Pulver besteht aus chinesischem Cassia-Zimt, Fenchelsamen, Gewürznelken, Sternanis und Blütenpfeffer. Diese werden alle zermahlen und zu einem Pulver gemischt. Wie gross die Anteile der einzelnen Gewürze sind variiert je nach Gegend. Die Formel basiert auf der chinesischen Philosophy der Balance zwischen Yin und Yang.Es gibt auch Sorten mit Ingwerpulver.

Fünf-Gewürze-Pulver eignet sich besonders gut mit fetthaltigen Fleischgerichten, wie z.B. Schwein oder Ente. Ebenso ist es ein passendes Gewürz für gebratenes Gemüse oder zum marinieren von Hühnerfleisch und Meeresfrüchten, so wie auch in langsam gekochten Rindseintöpfen und Suppen.

Im jialu: ua. Als Geheimgewürz in unseren Frühlingsrollen, der Ente und dem Pfeffer Rind.

 

 

 

Reis / da mi / 大米

 

Reis ist selbstverständlich eines der wichtigsten Nahrungsmittel in China. Funde zeigen dass der erste Reis im Reich der Mitte schon 8000 Jahre v. Chr. angebaut wurde. Es gibt weltweit übrigens über 120'000 verschiedene Reissorten. Reis ist nicht immer nur weiss, es gibt ihn auch in braun, schwarz, rot und sogar grün.

Bei den Anwendungen gibt es natürlich auch fast keine Grenzen. Suppen, gebraten, als Panade, Süssspeise, kalt, warm, fermentiert und noch vieles mehr.

In China macht man damit auch einen vergorenen Wein, Reisbier oder es werden Brände damit gebrannt.

Reis versorgt den Körper mit einer ganzen Reihe lebenswichtiger Nährstoffe. So enthält Reis, insbesondere Naturreis, grössere Mengen Vitamin B1, B2 und B6. Dazu kommen noch viele weitere Mineralstoffe. Aufgrund seines Kaliumgehaltes wirkt Reis entwässernd und entschlackt. Dadurch werden Herz und Kreislauf entlastet und der Stoffwechsel gefördert.

Darüber hinaus ist Reis glutenfrei und eignet sich so als Mahlzeit für Personen, die an Zöliakie leiden.

 

Sesamöl / Zhi Ma You / 麻油

 

Sesamöl wird aus schwarzen oder weissen Sesamsamen gewonnen. In China wird Öl aus geröstetem Sesam bevorzugt. Meist wird dieses kostbare Öl zum würzen und verfeinern von Speisen verwendet. Dabei wird erst am Schluss, über das Gericht geträufelt. Ebenfalls eignet sich Sesamöl ausgezeichnet für die kalte Küche und sogar Süsspeisen. Sesamöl ist nebst der Sojasauce eines der wichtigsten Gewürze in der Ostasiatischen Küche.

Sesamöl ist äusserst gesund und enthält eine Vielzahl an Mineralstoffen, Vitamin E und B6 so wie auch Omega 3 Fettsäuren.

Es wird ihm nachgesagt dass es Bluthochdruck bekämpft, Stress vermindert, als Massage den Wachstum positiv beeinflusst, bei Frauen hilft es bei verschiedensten Beschwerden nach der Geburt und noch vieles mehr.

 

 

Mu-Err-Pilze/Judasohren/Holunderpilz / Mu Er / 木耳

 

Mu Err sind Pilze die an der Rinde verschiedener Bäume wächst. Seinen traditionellen Namen erhielt er, durch seine Ohr-ähnliche Form und der Legende, dass Judas sich an einem Holunderbaum erhängt haben soll.

In China spielen sie eine wichtige Rolle als Heilmittel in der traditionellen Heilkunde.

Mu-Err haben einen hohen Gehalt an Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium und Vitamin B.

 

Cashew- "Nuss" oder Elefantenlaus / Yao Guo / 腰果

 

Cashew- auch Acajou, Kaschu oder Cajou ist eine Genussnuss ganz besonderer Art. Denn die Cashewnuss ist keine Nuss, sondern sie ist eine der wenigen bekannten Früchte, die ihren Kern ausserhalb der Frucht tragen.

Aus den gelbrotfleischigen apfelartigen Früchten wird in Guatemala und Mosambik Wein erzeugt, und in Indien wird daraus Schaps gebrannt.

In keinem anderen Lebensmittel liegt der Anteil an der essentiellen Aminosäure Tryptophan derart hoch wie bei den Cashewnüssen. Tryptophan ist ein unerlässlicher Nährstoff bei der Produktion von Serotonin und kann so, gemeinsam mit dem Vitamin B6 (Bierhefe, Kartoffeln), helfen, Depressionen zu behandeln.

 

Chinesische Teigtaschen /

Jiao Zi / 饺子

 

Die Teigtaschen sind wohl das traditionellste chinesische Gericht überhaupt. In den verschiedensten Formen und Farben von Süss bis Salzig gibt es diese im ganzen Land.

Als Symbol der Familienzusammengehörigkeit und des Glücks ist es bei fast jedem chinesischen Fest integriert.

Besonders am chinesischen neuen Jahr kommen Familien zusammen und verbringen Stunden mit der Handproduktion der Taschen. Dabei werden auch die verschiedensten Symbole darin versteckt so dass derjenige der z.B. eine Münze in seiner Teigtasche findet im kommenden Jahr Reichtum erlangen wird.

 

Chinesische Wolfsbeere / Gou Qi / Go Qi / 枸杞

 

Bekannt als die gesündeste Frucht der Welt. Die Chinesische Wolfsbeere ist süß und beruhigend. Sie nährt Leber und Nieren, ist gut für die Lungen und verbessert das Sehvermögen, ausserdem enthält sie eine Vielzahl an Vitaminen und 18 verschiedene Aminosäuren.

In der traditionellen Chinesischen Medizin wird diese seit 4000 Jahren angewandt und gilt als eines der wichtigsten Kräutern der Naturheilkunde. Angewandt wird die Chinesische Wolfsbeere bei Leber-, Nierenproblemen, Impotenz, Muskelschmerzen in der Hüfte und in den Knien, Kopfschmerzen, Schwindelanfällen, Sehschwäche, Tränen der Augen, Müdigkeit, Husten, Durst usw. Die Legende...

 

 

Ingwer / jiang / 姜


Ingwer ist heutzutage ein sehr verbreitetes Küchengewürz und ist nicht nur wegen seines angenehmen Geschmacks wegen beliebt. In den Küchen Chinas ist Ingwer gleich nach Salz das meistverwendete Gewürz. Vor der Einführung der Chilischoten aus Amerika war Ingwer neben Pfeffer in Ostasien meist das einzige verfügbare scharfe Gewürz.  Zu Sushi wird beispielsweise oft süß-sauer eingelegter Ingwer (Gari) als Beilage serviert. Insbesondere in der asiatischen Alternativmedizin wird er traditionell auch zur Behandlung von Rheuma, Muskel-schmerzen oder Erkältungen verordnet.

Ein chinesisches Hausmittel gegen einen rauhen Hals oder Husten ist eine Tasse heisses Coca Cola mit geraspeltem Ingwer.

Ingwer ist lange für seine Wirkung gegen Übelkeit bekannt. Seeleute schwören auf die Wirkung von Ingwer gegen Seekrankheit. Sogar Schwangerschaftsübelkeit soll damit gelindert werden.

 

chinesische rote Dattel / Jujube / Hong Zao /红枣

 

Zusammen mit der Wolfsbeere ist die chinesische Dattel eine der wichtigsten Früchte in der traditionellen, chinesischen Medizin. Sie ist schon seit frühesten Zeiten bekannt und wird daher auch weit verbreitet eingesetzt.

Diese Dattel ist äusserst gesund, verlangsamt Alterung, erzeugt Energie, beruhigt, entgiftet, stärkt Magen und Herz, usw.

In China findet man Tees und Säfte der Dattel. Ebenfalls gekocht in süssen wie auch salzigen Suppen, geschmorten Fleischgerichten und Desserts. Eine klassische Kombination ist die rote Dattel mit Ingwer, z.B. als Tee und leicht gesüsst mit Honig.

In westlichen Apotheken ist sie auch als Brustbeere bekannt weil sie besonders gut bei Erkältungen hilft, Schleim löst und die Lunge befreit. Daher findet man sie oft als Brusttee in getrockneter Form.

 

Sternanis / Da Liao / 大料

 

Aus der Weihnachtsbäckerei ist der Sternanis wohlbekannt. Sein Geschmack und Duft ähnelt dem Anis, dem der Sternanis auch seinen Namen verdankt.

In Teemischungen ist der Sternanis nicht nur ein wohlschmeckender Geschmacksgeber, sondern er hat auch eine ausgeprägte eigene Heilwirkung auf den Atmungsapparat und das Verdauungssystem. Auch gegen Bakterien wirkt der Sternanis.

Zusammen mit Fenchel, Cassiazimt, Gewürznelke und Sichuanpfeffer wird der Echte Sternanis in der chinesischen Küche als Fünf-Gewürze-Pulver verwendet. Darüber kann es Bestandteil des indischen Currys sein. Asiatische Fleischgerichte wie die Pekingente werden mit Sternanis aromatisiert.

Da die Hülle aromatischer ist als die Kerne, wird der Sternanis samt Hülle verwendet oder gemahlen. In geschlossenen Behältern aufbewahrt beträgt die Haltbarkeit etwa 3 Jahre.

 

Soja Sauce / Jiang You / 酱油

 

Erfunden wurde die Sojasauce vor über 2.500 Jahren in China von einer buddhistischen Glaubensgemeinschaft, die den Verzehr von Fleisch und auf Fleisch basierenden Saucen verbot.

Ungefähr sechs Monate braucht eine natürlich gebraute Sojasauce, um ihr volles Aroma zu entfalten. In einem naturbelassenen Brauprozess entsteht aus den vier reinen Zutaten Sojabohnen, Weizen, Wasser und Salz die köstliche Würze. Den Anfang macht die Herstellung einer Trockenmaische. Dabei werden gedünstete Sojabohnen zu gleichen Teilen mit geröstetem und gemahlenem Weizen gemischt und mit besonderen Enzymen angereichert. Im zweiten Schritt werden Salz und Wasser zugefügt, es entsteht eine Maische. Nach dem ca. sechsmonatigen Brauprozess wird die reife Maische schließlich in Tücher gewickelt und gepresst. Heraus läuft die reine Sojasauce. Sie wird nur noch einmal gefiltert und pasteurisiert.

Achtung: Maggi in der Flasche ist keine Sojasauce!

 

Blütenpfeffer / Sichuan Pfeffer / Hua Jiao / 花椒


Der Name leitet sich von der zentralchinesischen Provinz Sichuan ab, wo er heimisch ist und in derer Küche er nicht wegzudenken ist. Wie bei der Provinz sind verschiedene Schreibweisen wie Sichuan-, Szechuan- oder Szetschuanpfeffer gebräuchlich.

Dieses ganz spezielle Gewürz ist nicht mit dem schwarzen Pfeffer verwandt. Charakteristisch ist der scharf-prickelnde Geschmack, der ein Gefühl der Taubheit auf Lippen und Zunge bewirkt. Im Chinesischen wird dieser Geschmackseindruck als má (麻) bezeichnet und von der gewöhnlichen Schärfe là (辣) unterschieden.

Daher die Bezeichnung typischer Gerichte wie zum Beispiel bei uns: Ma La Auberginen oder Ma La Tofu. Langsam im Öl geröstet entfaltet sich der wundervoll aromatische Geschmack dessen besonders gut.

 

 

Miso / Bohnenpaste / 味噌


Miso ist eine japanische Paste, die hauptsächlich aus Sojabohnen mit veränderlichen Anteilen von Reis, Gerste oder anderem Getreide besteht. Zur Herstellung wird eine Mischung aus gedämpften Sojabohnen, je nach Sorte zusammen mit gedämpftem Reis oder gedämpfter Gerste in Fässern vergoren. Zur Gärung wird der Kōji-Schimmelpilz verwendet. Dieses Herstellungsverfahren stammt vermutlich ursprünglich aus China.

Die Miso Paste ist nicht aus der japanischen Küche wegzudenken und wird hauptsächlich zur Misosuppe weiterverarbeitet.

Traditionell wird Misosuppe zum Frühstück mit Reis serviert. Misosuppe wird in Japan nur sehr selten mit einem Löffel, sondern meistens mit Stäbchen gegessen. Dabei werden die festen Bestandteile mit den Stäbchen herausgefischt und gegessen, und dann die Suppe aus der Schüssel getrunken. Dabei darf in Japan laut geschlürft werden, zaghaftes Schlürfen gilt dagegen als ungehörig.

 

Chili / La Jiao / 辣椒 

 

Achtung: scharf! Chilies gibt es nun überall auf der Welt. Ursprünglich kamen sie aus Südamerika und haben sich im 16. Jahrhundert über die ganze Welt ausgebreitet.

Ein Feuerwerk des Geschmacks und der Aromen das in China sehr beliebt ist. Obwohl die allgemeine Meinung besagt das chinesisches Essen scharf sei wird nur in sehr wenigen Provinzen Chinas wirklich scharf gekocht. Die bekanntesten sind wohl Hunan und das berühmte Sichuan.

Da werden Chilies oft zu Ölen oder Pasten verarbeitet und auch ganz in rauhen Mengen eingesetzt.

Die Schärfe der Chilis wird in Scoville-Einheiten gemessen.  Die italienische Peperoncino misst etwa 5000 Einheiten, während die scharfe Thai Chili 100'000 erreichen. Die schäfsten Sorten der Welt bewegen sich jedoch zwischen 200'000-300'000. Der momentane Rekordhalter aus Indien sogar beängstigende 855'000 Scoville-Einheiten. Guten Appetit!


Fenchelsamen / Hui Xiang Zi / 茴香籽

 

Fenchelsamen kauen killt nicht nur den lästigen Mundgeruch, sondern wirkt auch verdauungsfördernd und gegen Blähungen. Der Geschmack ist allerdings nicht jedermanns Sache! Auch in den Bronchien entfaltet Fenchelöl seine Wirkung, wenn es mit dem Essen aufgenommen wird. Bei Erkältungskrankheiten mit trockenem Husten hilft es, den Schleim zu lösen.

In der chinesischen Küche werden Fenchelsamen in den verschiedensten Speisen angewandt, besonders mit Fleisch. Normalerweise jedoch gemahlen oder als Bestandteil des "Fünf-Gewürzepulver". Ausserdem werden die Samen natürlich auch in der traditionellen Medizin angewandt und in Suppen oder Tees verabreicht.

Mit seinem süßlichen anisartigen Aroma hat Fenchel nur wenige Kalorien und ist reich an Vitamin C, Kalium, Kalzium und Magnesium.

Ein Tipp: Quetscht man die Fenchelsamen kurz vor der Zubereitung leicht mit einem Mörser oder einer Gabel, können die ätherischen Öle ihre Wirkung noch sehr viel besser entfalten. 

 

Shao Xing Reiswein / Huang Jiu / Gelber Wein / 紹興酒

 

Chinesischer Reiswein ist am bekanntesten aus der Provinz Zhejiang ein Nachbar Shanghais. Wie der Sake in Japan wird dieser oft warm getrunken.  Shao Xing Wein ist einer der berühmtesten Weine aus China und hat eine Geschichte von mehr als 2.400 Jahren. Der Wein wird aus poliertem Klebreis der besten Qualität, Weizen, und dem reinen Wasser des Jianhu-Sees hergestellt.

Das Reiswein-Festival von Shaoxing findet jedes Jahr im Oktober statt und ist ein großartiges Fest voller Diskussionen über die Wein-Kultur und den Reiswein, einer Gourmet-Straßenshow, abendlichen Laternenumzügen und einer Kalligrafie- und Malerei-Ausstellung zum Thema Reiswein.

  In Kochbüchern wird oft vorgeschlagen, ihn durch Sherry zu ersetzen, allerdings hat der Shao Xing einen sehr typischen Geschmack, weswegen man möglichst den echten chinesischen Reiswein verwenden sollte.

Zu finden ist dieser in asiatischen Spezialitätenläden.

In unserer Küche benützten wir diesen zum abschmecken von Saucen und Suppen. Zum marinieren und schmoren von Fleisch und Meeresfrüchten sowie dämpfen von Fisch.


Lotuswurzel / Ou /藕


Geschnitten wird sie zu dünnen Scheiben mit einem hübschen Lochmuster in Blütenform. Die Löcher sind pure Natur und nicht etwa zur Dekoration eingestanzt. Die Lotusblume wächst in schlammigen Gewässern oder auf gefluteten Feldern, und ihre bis zu zwei Meter langen Wurzeln enthalten wurstartig geformte, verdickte Stellen mit Luftröhren.

Sie wird seit knapp 3000 Jahren von Indien bis Japan als Nahrungsmittel genutzt und wie der Reis auf überfluteten Feldern angebaut.

Die ausgezeichnete frische Lotuswurzel enthält reichlich Kalzium, Phosphor, Eisen und verschiedene Vitamine. Gut für Leberleiden, Verstopfung und Diabetes. Ältere Menschen genießen die Lotuswurzel zum Appetitanregen. Häufiger Genuss wirkt nervenberuhigend, soll auch das Gehirn kräftigen und dadurch das Leben verlängern.


Honig / Feng Mi / 蜂蜜

 

Honig ist wirklich ein Nektar der Götter oder zumindest der Nektar der Honigbienen. Zusammengesetzt aus hauptsächlich Glukose, Fruktose und Wasser, beinhaltet Honig aber auch Enzyme, Aminosäuren, Vitamine und Mineralien.

Als natürlicher Süssstoff beinhaltet Honig trotz des hohen Zuckergehalts im Vergleich zu Kristallzucker wenig Kalorien (40% weniger). Er ist ein natürliches Reinigungsmittel für das Körperinnere und hilft dem Magen Gifte wegzuschaffen.

Wenn man Honig auf eine Wunde tut fördert dieser den Heilprozess und stoppt die Blutung.

Durch natürlich enthaltene Antibiotika wirkt er antibakteriell und stärkt das Immunsystem.

Dies nur um einige gute Atribute des goldenen Nektars zu nennen. Aber Achtung: Honig ist nicht gleich Honig! Je nach Nahrungsquelle der Bienen hat er die verschiedensten Eigenschaften und wirkt sich anders auf unsere Gesundheit aus. Ungesund ist er aber nie - solange es reiner Honig bleibt und nicht mit jeder Menge Zuckersirup gestreckt ist. Also Hände weg von Billighonig!

Kochen mit Honig ist wundervoll, wir benützen Honig oft als Süssmittel in unserer Küche. Jedoch sollte man Honig nie über 65 Grad C erhitzen! Man würde sonst viel Gutes zerstören und die hilfreichen Enzyme abtöten, es entstehen sogar schädliche Stoffe bei zu starker Erhitzung des Honigs.

 

Also am besten nur warm oder bei Zimmertemperatur geniessen!

 

Shiitake / Xiang Gu / 香菇

 

Shiitake wird seit Tausenden von Jahren in China und auch in Japan als Nahrungsmittel und als Medizin geschätzt. Der Shiitake war für die Menschen damals so wertvoll, dass er als Geschenk für Kaiser und Könige taugte.

 

Der Shiitake ist wohl der am weitverbreitetste asiatische Pilz überhaupt. Er findet Anwendung in allen möglichen Gerichten und hat ein angenehmes Aroma. Vorallem in China werden Pilze im Allgemeinen getrocknet bevorzugt, da sie so geschmacksintensiver sind.

In Ostasien finden Shiitake als medizinische Speisen, wie andere Pilze und Gemüse, eine gezielte Anwendung bei Entzündungen, Tumoren, Magenleiden, Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen, Leberzirrhose, usw.

Häufigere Mahlzeiten mit Shiitake sollen die genannten Beschwerden lindern. Zu diesem Zweck werden die Pilze gekocht, gebraten oder in Alufolie gedünstet. Dazu gibt es gekochten Reis, Sushi oder Gemüse.

Er wird in der traditionellen chinesischen Medizin zu den wirksamsten Heilpilzen gezählt.

 

Zimt/ Rou Gui / 桂香

 

Zimt ist eines der ältesten tropischen Gewürze der Welt, schon 3000 vor Christi wurde er in chinesischen Schriften erwähnt.

Bereits im Altertum wurde der Zimt wegen seiner desinfizierenden Wirkung geschätzt und sogar als Wasserdesinfektionsmittel eingesetzt. Da sein Öl desinfizierend wirkt konnte mit ihm auch die Haltbarkeit von Fleisch verlängert werden.

Zimt hat erwiesenermassen viele positive Wirkungen. Zimt wirkt anregend, schleimlösend und verdauungsfördernd. Er hilft gegen Blähungen und Durchfall und ist als Aphrodisiakum bekannt.

 Während dem in Europa der Zimt vorzugsweise in Süssspeisen angewandt wird, wird er in China für die Zubereitung von Suppen, Fleisch, Gemüse oder  Tees eingesetzt.

Im Winter wirkt er ebenfalls wärmend und erweitert die Blutgefässe was wiederum die Durchblutung fördert.


Kurkuma / Gelbwurz / Jiang Huang / 姜黄

 

Von Aussen sieht es fast so aus wie die Ingwerwurzel, jedoch wenn man die Kurkumawurzel aufschneidet sieht man das leuchtend gelb-orange Innere. In der chinesischen Medizin und in der ayurvedischen Lehre wird dieses Gewürz mindestens schon 3000 Jahre lang angewandt und gilt als magische Wurzel.

In Europa kennen es viele nur als gelbes Färbemittel des Currypulvers.

Kurkuma wirkt Magensaft anregend und fördert die Verdauung. Ebenfalls hilf er beim Abnehmen da er die Fettverbrennung verstärkt. Er stärkt das Immunsystem, beugt Entzündungen vor und wirkt preventativ gegen Infektionen und Halserkrankungen.

Ein kleiner Tip den ich von ein paar Indern gelernt habe ist die Kurkuma-Milch.

Bei Halserkrankungen oder Heiserkeit koche man einfach Milch mit so viel Kurkumapulver wie man vertragen kann für etwa 5-10 Minuten. Danach süsst man mit Honig und trinkt es so heiss wie möglich. zum Wohl!

 

 

 

Ananas / Buo Luo / 菠萝

 

Die Ananas ist eine Vitaminbombe. Sie wirkt verdauungsfördernd, entgiftend und ist ausserdem noch stimmungsaufhellend. Eine wahre Freude also, ebenfalls hilf Sie beim Abnehmen, da sie keinerlei Fettanteil hat und den Stoffwechsel und die Verdauung anregt.

In China gibt es die Ananas vorallem im Süden des Landes, und Sie zählt nicht als typisch chinesische Frucht da Sie auch nicht aus Asien stammt.

Ausgebacken im Teig, gemischt mit Fleisch- und Gemüsegerichten ist sie jedoch sehr beliebt und wird auch oft auf Früchteplatten gereicht.

Gepaart mit markanten Aromen wie Minze oder Chili-Pfeffer eignet sich die Ananas besonders gut.

Und wenn man keine Lust zum kochen hat kann man ja auch einen Fruchtsaft mixen und die Ananas pur oder mit einer beliebigen Frucht mischen.

 

Die Esskastanie / Marone / Li Zi / 栗子

 

Schon Goethe war ein großer Liebhaber der Kastanie und widmete der gesunden Frucht sogar ein Gedicht. "An vollen Büschelzweigen, Geliebte sieh nur hin! Lass dir die Früchte zeigen" dichtet er im Buch Suleika. Als nahezu perfekter Energie- / Wärmelieferant ein ideales Winternahrungsmittel.

Interessant ist, dass die Kastanie eines der wenigen Stärkeprodukte ist, welches im Gegensatz zu Getreide im Körper Basen bildend wirkt.

Nicht zu vergessen, besonders vitaminreich ist diese außergewöhnliche Frucht auch noch! Auf Nerven, Augen, Haut und Magen haben ihre Inhaltsstoffe einen günstigen Einfluss. 

Einst als "Brot der armen Leute" verschrien, erlebt die Edelkastanie gerade eine Renaissance in China wird sie oft in Eintöpfen und Suppen angewandt.

 

Algen / Seegras / Hai Cao / 海草

 

Verschiedene große Algenarten werden roh als Salat, Suppe oder gedünstet als Gemüse verzehrt. In China gibt es Algen überall auch als Snacks fixfertig verpackt in marinierter oder getrockneter Form. Der Schwerpunkt der Nutzung liegt in Südostasien, wo jährlich ca. 9 Millionen Tonnen verzehrt werden. Denkt nur mal an Sushi ohne den Algenmantel, unmöglich.

 

Algen besitzen einen sehr hohen Anteil an Mineralstoffen und Spurenelementen, Kohlenhydraten und ungesättigten Fettsäuren ausserdem Vitamine und Ballaststoffe, genug Argumente für die Verwendung von Algen als Nahrungsmittel. Algen haben einen bis zu 20-fachen Anteil an Wirkstoffen im Vergleich zu Landpflanzen.

Forscher untersuchen momentan die Theorie dass Seegras gegen Fettleibigkeit eingesetzt werden kann da es die Aufnahme von Fett im Körper bis zu 75% verringern kann.

 

Pak Choi /Pok Choi / Senfkohl / You Cai / 油菜

 

Pak Choi ist dem Tatsoi sehr ähnlich und ist ebenfalls ein chinesisches, grünes Kohlgemüse. Verglichen mit unseren "schweren" Kohlsorten in Europa ist der Pak Choi so leicht verdaulich dass er auch bei Krankheit gut verdaut werden kann.

Er wird als Gemüse und Salat verwendet und lässt sich in Gerichten an Stelle von Mangold oder Spinat einsetzen. Insbesondere der „Baby Pak Choi“ kommt diesen von den Kocheigenschaften her sehr nahe. Der Baby Pak Choi ist kleiner als sein grösserer Bruder und hat hellgrüne anstatt weisse Stiele. Ausserdem eine grossartige Suppeneinlage oder mit Bananen und Milch gemixt, ein perfekter Milchshake um in den Tag zu starten.

Da Pak Choi viel Feuchtigkeit enthält (94% Wasser), sollte er möglichst frisch verarbeitet werden und nur kurz gedünstet werden.

Pak-Choi enthält Senföle, die antibiotische, keimtötende und reinigende Wirkung haben. In ihm steckt besonders viel Kalium, Kalzium, reichlich Eisen, Vitamin C welches bei der Aufnahme des Eisen und der Unterstützung des Immunsystems hilft.

 

Tatsoi / Tang Gu Cai / 塌

 

Tatsoi ist ein fernöstliches Blattgemüse mit mildem Geschmack. Runde dunkelgrüne Blätter stehen in einer dichten Rosette, die als solche bei der Ernte geschnitten wird. Es ist dem bekannteren Pak Choi ähnlich und  schmeckt vorzüglich in Öl gedünstet oder wie Spinat zubereitet. Starke Pflanze, sehr ergiebig.

Mizuna / Xiu Cai / Wassersenfpflanze / 水菜

 

Dieses wunderbare Kohlgemüse ist nicht nur äusserst schmackhaft sondern auch sehr dekorativ. Es kommt wohl ursprünglich aus China ist heutzutage jedoch in Japan sehr beliebt.

Es schmeckt leicht pfeffrig, pikant jedoch milder als Rucola. Mizuna beinhaltet Vitamin C, Folsäure und Glukosinolate. Glukosinolate wirken gegen verschiedene Krebsarten und geben Gemüsen wie Brüsseler, Kohl- und Kabisarten ihren bitteren Geschmack.

In der Küche kann Mizuna kalt in Salaten sowie auch warm in Suppen und rührgebratenen Gerichten angewandt werden. Der Fantasie ist grundsätzlich keine Grenze gesetzt. Kürzlich las ich sogar über die Anwendung Mizunas in einem Fruchtsaft mit Bananen.

 

 

Longan / Drachenauge / Long Yan / 龙眼

 

Longan kommt aus der selben Familie wie Litchis und werden daher auch oft mit ihnen verwechselt. Geschmacklich unterscheiden sie sich jedoch sehr voneinander wobei Litchis auch süsser sind.

Die Longan-Früchte werden frisch für Suppen, süß-saure Speisen, Snacks und Nachspeisen verwendet. Zur Konservierung werden Longans meist in der Sonne, zum Teil aber auch mit Rauch, getrocknet.

Mit getrockneten Longans werden z.B. Tees gesüsst oder langkochende Rinds oder Lammragouts gekocht. Sie wirken in diesen Fleischgerichten dem Fett entgegen und geben diesem eine mystische süsse Note.

In Europa werden Longans von der Schale befreit und entkernt in Dosen angeboten. Die Süße der in 'Light Sirup' konservierten Dosenfrüchte entspricht der von frischen Früchten, wenn sie auch deren Geschmack nicht ganz erreichen.

Reich an Vitamin C und Mineralien sind diese Früchte sehr gesund. In China hoch geschätzt für seine wärmende Qualitäten, Longan ist ebenfalls gut für Herz, Nieren, Lungen und das mentale Befinden. 


Litschi / Litchi / Li Zhi / 荔枝

 

Litschi sind den Longans sehr ähnlich in Aussehen, sind geschmacklich und inhaltlich jedoch ziemlich verschieden. Das delikate Aroma der süssen Früchte mag den Massen wohl eher zusagen da sie weit verbreitet und sehr beliebt sind.

Ursprünglich aus China wurden sie da bereits 1000 v.Chr. kultiviert. Auch als Liebesfrucht bekannt war die Litschi so beliebt dass manche Provinzherscher sich die Steuern in Litschi zahlen liessen.

Reich an Vitamin C und Kalium sind Litschies am besten für den rohen Verzehr geeignet. Mit 80% Wassergehalt sind sie auch ein wunderbarer süsser Snack der nicht auf die Linie schlägt.

Die Litschis passen nicht nur zur Süßem, die warme chinesische Küche nutzt die Früchte auch an Reis-, Fleisch- und Fischgerichten. Über einen längeren Zeitraum sollte man Litschi jedoch nicht erhitzen, da sie sonst zäh werden und außerdem ihre Vitamine verlieren.

 

Austernsauce / Hao You / 蚝油

 

Austernsauce ist eine dickflüssige dunkelbraune Würzsauce der asiatischen Küche. Ursprünglich aus in Salzwasser fermentierten Austern hergestellt, besteht sie heute meist aus einer Mischung von Austernextrakt und Sojasauce, die vorher mit Salz, Knoblauch und Zwiebeln eingekocht wurde.

Abgebunden mit Maisstärke und nachgefärbt mit Karamel.

Austernsauce zeichnet sich durch ein strenges, salziges, leicht fischiges Aroma aus.

"Echte" Austernsauce von guter Qualität sollte jedoch aus reinem, eingekochtem Fond der frischen Austern gemacht werden. Dieser klare Saft wird dann so lange weitergekocht bis er die gewünschte Konsistenz erreicht hat und die Farbe in ein Braun karamelisiert hat. Es dürfen dabei keine weiteren Additive, nicht einmal Salz beigegeben werden, da die Auster genügend Geschmack mit sich bringt. Wie auch immer, diese Methode ist sündhaft teuer.

Sie dient vor allem in der chinesischen Küche – häufig mit Sojasauce vermischt – als Allzweckwürze. Man verwendet sie zum Marinieren, Abschmecken und zum Nachwürzen bei Tisch.

Fantastisch zum würzen von grünen Gemüsen oder hellem Fleisch.


Gewürznelke / Nägeli / dīng xiāng / 丁香

 

Nelken sind die stark duftenden und brennend scharf schmeckenden, getrockneten Blütenknospen des Gewürznelken-Baumes. 

Die Gewürznelken waren schon im alten China und Ägypten bekannt und sehr geschätzt. Die Araber brachten die Nelken nach Europa.

Es gab Zeiten, da wurden die Gewürznelken mit Gold aufgewogen.

Während der Pestepidemien im Mittelalter trugen die Ärzte Nelkenketten oder kauten auf den Knospen, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.

Im alten China war es Brauch am Hof Nelken zu kauen um seinen Atem zu versüssen bevor man den Kaiser ansprach.

In der Küche werden Nelken vorzugshalber ganz eingesetzt, den Kopf kann man jedoch auch in ein Pulver mahlen. Ihre Anwendung ist sehr vielfältig, von süss über salzig bis hin zu Gewürzweinen.

Die Nelke hat wärmende Eigenschaften und ist gut für die Nieren.

Ebenfalls ist Nelkenpulver ein traditioneller Bestandteil des chinesischen "Fünf-Gewürz-Pulver".