Legenden und Geschichten Chinas

Das Reich der Mitte ist die älteste noch erhaltene Kultur der Welt und ist natürlich auch umgarnt mit Legenden und Geschichten aus den verschiedensten Zeiten. Taucht ein in eine Welt der Mythen und Helden und entdeckt die romantische Seite Chinas.

 

Die Acht Unsterblichen

 

Die Acht Unsterblichen ( chin. 八仙, Ba xian) sind Heilige der chinesischen Mythologie und des Daoismus. Sie werden meistens dargestellt, wie sie mit ihren unterschiedlichen Fertigkeiten das Meer überqueren.

 

Sie sind besonders beliebt, da sie allen Menschen in Not beistehen und gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung kämpfen. Sie verkörpern die acht grundlegenden Lebensbedingungen: Jugend, Alter, Armut, Reichtum, Adel, Volk, Weibliches und Männliches.

Die Daoisten glauben, dass selbst normale Menschen in der Lage sind, durch hartes Studium die Geheimnisse der Natur zu enträtseln und unsterblich zu werden.

 

Lü Dongbin (755 - 805) ist der Schutzheilige der Barbiere und wird meist dargestellt als ein Gelehrter mit Fliegenwedel und magischem Schwert.

Li Tiekuai ist der Schutzheilige der Kranken und wird meist dargestellt mit einem eisernen Knüppel und einem Kürbis.

Zhongli Quan ist der Schutzheilige des Militärs und wird meist mit einem Fächer dargestellt.

Han Xiangzi ist der Schutzheilige der Musiker und wird meist mit einer Flöte gezeigt. Er ist angeblich der Neffe des Gelehrten Han Yu aus der Tang-Dynastie.

Cao Guojiu ist der Schutzheilige der Schauspieler und wird meist dargestellt mit Kastagnetten und einem Jadetäfelchen, das Zugang zum Kaiserhof ermöglicht.

Zhang Guolao ist der Schutzheilige der alten Menschen und wird meist dargestellt mit einem Maultier und einer Bambustrommel mit Eisenstäben.

Lan Caihe ist der Schutzheilige der Blumenhändler und wird meist als Frau oder als Junge dargestellt mit einem Blumenkorb.

He Xianghu wird meist als Frau mit Lotusblüte oder Blumenkorb und einem Pfirsich sowie einer Sheng-Mundorgel dargestellt.

 

 

Die Legende der Wolfsbeere


Während der besten Zeit in der Tang Dynastie (618 – 907 nach Chr.) ist eine Karawane auf der Seidenstraße an einer Raststätte angehalten, um eine Pause zu machen und hat dabei eine junge Frau bemerkt, die einen alten Mann gerügt und geschlagen hatte. Ein Händler näherte sich ihnen und wies die junge Frau zurecht: „Aus welchen Grund beleidigst und misshandelst du diesen alten Mann?“ Die Frau antwortete: “Ich rufe meinen Urgroßvater zur Ordnung. Das geht Sie nichts an.“ Alle waren über ihre Antwort schockiert. Nach weiteren Fragen erfuhren sie, dass die Frau bereits über 300 Jahre alt war. Der alte Mann wurde getadelt, weil er sich weigerte ein bestimmtes Kraut zu sich zu nehmen und deswegen anfing zu altern.

 

Erstaunt über die Wirkungsweise dieses Krautes, hat sich der Händler vor der Frau verneigt und fragte: „Darf ich so frei sein und Sie fragen, welches magische Kraut Sie verwenden?“ Die Frau antwortete, „Dieses Kraut hat fünf Namen. Zu den verschiedenen Jahreszeiten verwendet man unterschiedliche Teile des Krautes. Im Frühling nimmt man seine Blätter, die als Essenz eines himmlischen Krautes bekannt ist. Im Sommer nimmt man seine Blüte, welches als Kraut der Langlebigkeit bekannt ist. Im Herbst benutzt man seine Früchte, die als Wolfsbeeren bekannt sind. Im Winter nimmst du die Rinde der Wurzeln, die als Haut und Knochen der Erde bekannt sind oder auch als Stoff, aus dem die Gottheiten sind. Wenn man diese vier Teile entsprechend der Jahreszeiten zu sich nimmt, wird es einem ein Leben leicht, wie Himmel und Erde verleihen.“

 

Danach wurde die Chinesische Wolfsbeere im Mittleren Osten und auch in den westlichen Ländern eingeführt und als himmlisches Kraut aus dem Osten bezeichnet.